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Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie

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Hüftgelenksersatz

Autor: Dr. med. Maurice Keller

geschrieben am: 06.07.2020

Wenn das Hüftgelenk unwiderruflich geschädigt ist, ein entsprechender Leidensdruck vorliegt und die konservativen Therapieverfahren ausgeschöpft sowie die oben genannten gelenkerhaltenden Verfahren nicht mehr möglich sind, so ist die Zeitpunkt zu einem künstlichen Ersatz des Hüftgelenkes gegeben. Dabei stehen verschiedene Hüftprothesensysteme mit unterschiedlichen Verankerungsformen zu Verfügung. 

Eine Hüft-Totalendoprothese besteht aus einer Metallpfanne mit einer Innengleitschale aus Keramik oder Polyethylen und aus einem Metallschaft auf dem ein Kopf aus Metall oder Keramik aufgesetzt wird. Die künstliche Pfanne kann je nach Knochensubstanz (Osteoporose) in den Beckenknochen zementfrei eingeschraubt oder in einer so genannten zementfreien Press-fit-Verankerung (`Einklemmung´) eingebracht werden.

Bei größeren Knochenschäden oder bekanntem Knochenschwund (Osteoporose) kann die Pfanne auch zementiert verankert werden. Gleiches gilt für den Prothesenschaft, der wiederum auch zementfrei oder zementiert verankert werden kann. Die Metallkomponenten der Hüft-Totalendoprothese bestehen entweder aus einer Kobalt-Chrom-Legierung für die zementierten Prothesen oder Titanlegierung bei den zementfrei eingebrachten Prothesen.

Bei der zementfreien Verankerungsform ist die Oberfläche der Prothese mit einer Beschichtung versehen, die das Einwachsen des eigenen Knochens in die ermöglicht. Somit macht man sich die biologische Knochenaktivität zunutze.

Zementfreie Hüftprothese (Normalschaft)

Bei jungen Patienten, aber auch bei älteren, noch sportlich aktiven Patienten, können sogenannte knochensparende zementfreie Systeme implantiert werden wie zum Beispiel Kurzschaftprothesen. Bei diesem Verfahren wird nur der zerstörte Hüftgelenkkopf entfernt und der noch gute Schenkelhalsknochen erhalten.

Dieses hat den Vorteil, dass aufgrund des Designs, zum einen die Prothese muskelschonend eingebracht werden kann und zum anderen die Biomechanik des Knochens wenig beeinträchtigt durch die physiologische Krafteinleitung.

Vorteilhaft ist auch die Tatsache, dass, bei einer zu erwartenden Folgeoperation, noch genügend Knochensubstanz erhalten ist, um noch eine so genannte Standardhüfte implantieren zu können.

Die guten und klinisch bewährten Standardschaftprothesen sind den älteren Patienten und solchen, die unter erheblichem Knochenschwund (Osteoporose) leiden oder auch starke Verformungen im Bereich des Schenkelhalses aufweisen, weswegen bei diesen Patienten den Einbau einer Kurzschaftprothese nicht sinnvoll und ausreichend sicher haltbar ist.

Zementfreie Kurzschaftprothese

Nachbehandlung

Am OP-Tag wird der Patient schon mobilisiert und macht mehr oder wenigerr viele Schritte im Zimmer. Zudem darf der Patient schon auf dem,Flur laufen und das operierte Bein kann voll belastet werden. Im Weiteren wird der Patient dann unter Zuhilfenahme zweier Unterarmgehstützen im Vierpunktegang auf der Stationsebene, aber auch im Treppenhaus voll mobilisiert und nimmt an den entsprechenden physiotherapeutischen Therapieeinheiten in der Abteilung teil (Geräteraining, Gruppen- und Einzeltherapie).

Unter Umständen, je nach der Gesamtkonstitution und dem Gesundheitszustand, nimmt der Patient dann auch an Übungseinheiten im Schwimmbecken teil. Nach wenigen Tagen schließt sich dann nahtlos die stationäre bzw. ambulante Anschlussheilbehandlung an, die im Einklang mit den Patientenwünschen durch die Mitarbeiter des Sozialdienstes unseres Hauses eingeleitet wird.

Auf Wunsch kann der Patient aber auch noch mal vor Durchführung der stationären Anschlußheilbehandlung ein paar Tage nach Hause.

Unsere Experten

Endoprothetik

Chefarzt Prof. Dr. med. Ralf H. Wittenberg
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Ltd. Oberarzt Dr. med. Dimitri  Tzivras
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Oberarzt  Marcin  Kucharczyk
Oberarzt

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Oberarzt  Florian Stiepeldey
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