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Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie

Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie  Annette  Hausmann

Annette Hausmann

Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie

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Kreuzbandriss

Autor: Daniel Staender

geschrieben am: 06.07.2020

Die beiden Kreuzbänder sind für die Stabilität des Knies enorm wichtig, Verletzungen (mehrzählig des vorderen Kreuzbandes) sind daher oft schwerwiegend.

Ursächlich sind meist abrupte Richtungswechsel beim Sport mit Verdrehung des Knies bei fixiertem Unterschenkel (z.B. Stollenschuh), sei es auf amateur- oder professioneller Ebene. Haüfig kommt es zu einem Reißen oder Knacken im Knie, starken Schmerzen und Einblutung mit Ergußbildung.

Diagnostik

Nach Beurteilung des Verletzungsmechanismus lässt sich durch die klinische Untersuchung häufig schon auf eine Verletzung des Kreuzbandes schließen. Bei akuten Traumen ist eine genaue klinische Untersuchung schmerz- und hämatombedingt meist nicht sicher möglich, so dass zur Diagnosesicherung ein MRT durchgeführt werden sollte. Mögliche Begleitverletzungen der Menisken oder auch des Knorpels können so ebenfalls erfasst werden. 

Therapie

Bei einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes besteht grundsätzlich die Möglichkeit. diese konservativ oder operativ zu behandeln. Bei jungen oder sportlich aktiven Patienten, und bei muskulär nicht zu kompensierender Instabilität, sollte jedoch eine operative Therapie empfohlen werden, um Folgeschäden wie instabilitätsbedingte Gebrauchsminderung oder vorzeitiger Gelenkverschleiß zu vermeiden. Nicht unerheblich ist der Wunsch des Patienten nach voller Sportfähigkeit.

Der operative Eingriff kann in Vollnarkose oder auch Rückenmarksnarkose als arthroskopisch unterstützter Eingriff durchgeführt werden. Es gibt verschiedene Verfahren das Kreuzband zu ersetzen. In unserer Klinik wird der Ersatz mittels körpereigener Sehnen, die in Kniegelenksnähe über einen Hautschnitt entnommen und nach entsprechender Vorbereitung als Transplantat über Bohrkanäle in den Knochen eingezogen und befestigt werden (Semitendinosus oder Gracilissehne ), bevorzugt. Durch die Entnahme entstehen im Allgemeinen keine Einschränkungen der Muskelkraft.

Nachbehandlung

Die arthroskopische Kreuzbandersatzplastik ist ambulant oder kurzstationär durchführbar. Postoperativ wird das Kniegelenk mit einer stabilisierenden Bandage (Orthese) geschient, denn bis zur kompletten Einheilung des Transplantats ist dieses noch nicht komplett belastbar. Für die weitere, über mehrere Wochen dauernde Nachbehandlung empfehlen wir ein schmatisiertes Übungsprogramm (Knieprogramm 4).Bis zur Vollbelastung sollte eine medikamentöse Thromboseprophylaxe durchgeführt werden.

Unsere Experten

Knie & Fuß

Oberarzt  Daniel Staender
Oberarzt

Daniel Staender