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Minimal-Invasive Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung

Autor: Priv.-Doz. Dr. med. Marko Brock

geschrieben am: 13.01.2020

Im Verlauf des normalen Alterungsprozess des männlichen Körpers kann es zu einer Vergrößerung der Prostata kommen, die in den meisten Fällen keiner bösartigen Ursache zuzuordnen ist. Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) behindert die normale Entleerung der Harnblase und wird anfänglich medikamentös behandelt.

Verschlimmern sich dennoch die Beschwerden oder kommt es gar zu einem akuten Harnverhalt ist eine Operation zur Entfernung des überschüssigen Gewebes notwendig.

Im Prosper-Hospital werden folgende moderne, minimal-invasive Therapieverfahren ohne Hautschnitt durchgeführt:

Therapieverfahren ohne Hautschnitt

Transurethrale anatomische Enukleation der Prostata mittels Tm:YAG Laser (ThuLEP)

Die Laserbehandlung der Prostata führen wir in der Regel mit einem Thulium-Laser der neuesten Generation durch (Vela XL, Boston Scientific). Im Prosper-Hospital werden jährlich mehr als 100 Eingriffe dieser Art unabhängig von der Größe der Prostata durchgeführt. Patienten mit notwendiger Blutverdünnung profitieren besonders von der Laserbehandlung.

Bei der Operation wird das innenliegende, von der Harnröhre aus zu erreichende Gewebe minimal-invasiv von der Prostatakapsel abgelöst und im Anschluss mit Hilfe eines Gewebezerkleinerers (Morcellator) asserviert, so dass eine vollständige feingewebliche (histopathologische) Untersuchung erfolgen kann. Der Operateur hat aufgrund der ausgezeichneten Koagulationseigenschaften des Lasers während des gesamten Eingriffs exzellente Sichtverhältnisse, so dass der für die Kontinenz verantwortliche äußere Schließmuskel geschont werden kann. Aufgrund der geringen punktuellen Eindringtiefe des Laser (ca. 250µm) und der für die Prostataenukleation optimalen Wellenlänge von 1,9µm werden die für die Erektion (außen auf der Prostata verlaufenden) verantwortlichen Nerven nicht verletzt.

vela XL 120W Thulium-Laser

Nach Beendigung der Operation wird für einige Tage ein Katheter durch die Harnröhre eingelegt und die Blase gespült. Verglichen mit der offen-chirurgischen Prostataenukleation ist das Risiko für Bluttransfusion bedingt durch die bessere Blutstillung geringer und der  Krankenhausaufenthalt bei nicht vorhandenem Wundschmerz deutlich kürzer. Nach Beendigung der Operation wird für einige Tage ein Katheter durch die Harnröhre eingelegt und die Blase gespült.

Bereits nach 2-4 Tagen kann der Patient das Krankenhaus ohne Katheter verlassen. In den ersten Wochen nach der Operation sollten aber regelmäßige Kontrollen beim niedergelassenen Urologen erfolgen, um später auftretenden Komplikationen (Blutungen, Infektion) vorzubeugen. Ebenso sollte anfangs auf schwere körperliche Belastung und das Fahrradfahren verzichtet werden.

Die Laserbehandlung der Prostata mit dem Thulium-Laser ist eine technisch sehr anspruchsvolle, aber hocheffiziente minimal-invasive Methode zur operativen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung.

Bipolare transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)

Die älteste und seit Jahrzehnten bewährte minimal-invasive Methode zur operativen Verkleinerung der Prostata ist die konventionelle TUR-P. Unter Verwendung von Hochfrequenzstrom wird bei kontinuierlicher Wasserzufuhr Gewebe umliegend der Harnröhre abgetragen und später einer feingeweblichen Untersuchung zugeführt. Eine Weiterentwicklung der TUR-P stellt neben der modernen Videotechnik die Verwendung des bipolaren Stroms bei der Operation dar. Dabei fließt der benötigte Strom nur noch zwischen den beiden Schenkeln der Resektionsschlinge an der Spitze des Instruments und nicht mehr durch den gesamten Körper des Patienten. Nebenwirkungen der unbeabsichtigten Stromableitung wie Haut- oder Nervenverletzungen werden so vermieden. Ein weiterer Vorteil bietet zudem die verwendete Spülflüssigkeit selbst. Mit dem Ersatz der früher benötigten elektrolythfreien Flüssigkeit durch physiologische Kochsalzlösung wird das gefürchtete „TUR-Syndrom“, welches durch Einschwemmung der Spüllösung in den Blutkreislauf gekennzeichnet ist, vermieden.

Die bipolare TUR-P ist heute der Goldstandard in der Behandlung der mild bis moderat vergrößerten Prostata.

Prostataarterienembolisation (PAE)

Die PAE stellt eine schonende Therapieoption der gutartigen Prostatavergrößerung dar, wenn Behandlungsoptionen nicht angewendet werden können. Über einen kleinen Zugang in der Leistenregion wird die Arterie mit interventioneller Röntgentechnik aufgesucht und zielgerichtet verschlossen (embolisiert). Die dadurch reduzierte Durchblutung der Prostata führt mittelfristig zu einem Schrumpfungsprozess und kann Symptome der BPH reduzieren. Die PAE wird in der Klinik für Radiologie unter der Leitung von Prof. Syha durchgeführt. Die Terminabsprache erfolgt in enger Kooperation beider Fachdisziplinen.

Ihre Experten

Minimal-Invasive Therapie

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Marko Brock
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Marko Brock

Oberarzt  Kinan Al-Mansur
Oberarzt

Kinan Al-Mansur