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Hörstörungen im Erwachsenenalter

Autor: Prof. Dr. med. Dr. med. dent Dr. h.c. Ralf Siegert

geschrieben am: 06.07.2020

Hörstörungen kommen bei Erwachsenen relativ häufig vor und stellen, je nach Ausprägung und Leidensdruck, eine Belastung für den Patienten dar.

Es gibt die unterschiedlichsten Formen einer Hörstörung: Mittel- und Innenohrschwerhörigkeiten, akute und chronische Hörstörungen. Gründe für die Verminderung der Hörfähigkeit gibt es viele. Falls auch Sie das Gefühl haben an einer Hörstörung zu leiden, stellen Sie sich bei einem nierdegelassenen HNO-Arzt oder in der Ambulanz des Prosper-Hospitals vor. Durch eine Befragung der Patienten, die Symptome, klinische Befunde und verschiedene Hörteste kann festgestellt werden, welche Ursachen hinter dem Verlust des Hörvermögens stecken.

Hinter einer akut auftretenden Hörminderung kann neben banalen Ursachen wie zum Beispiel Ohrenschmalz auch ein so genannter Hörsturz stecken, den wir hier einmal näher erläutern wollen:

Hörsturz

Bei einem Hörsturz hat der Patient einen einseitigen, plötzlichen Hörverlust, ohne einen erkennbaren Grund. Schwindel, Druckgefühl und Ohrgeräusche können Begleiterscheinungen sein.

Der Hörsturz sollte möglichst innerhalb von 72 Stunden behandelt und regelmäßig überprüft werden. Parallel zur Therapie versucht der Arzt dann die Ursachen für den Hörsturz herauszufinden. Wodurch genau ein Hörsturz ausgelöst werden kann, ist bis heute noch nicht bewiesen. Einfluss können zum Beispiel Virusinfektionen, Veränderungen der Fließeigenschaften des Blutes und immunologische Reaktionen oder Stress sein.

Therapie:

Die konservative Behandlung des Hörsturzes erfolgt im Prosper-Hospital immer stationär, wobei durch spezielle Infusionen die Fließeigenschaften des Blutes verbessert werden sollen.

Gibt es Hinweise auf Risse der Innenohrmembranen, kann im Laufe des stationären Aufenthaltes eine Kontrolloperation durchgeführt werden.

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