Krebs im Unterleib der Frau

Telefonsprechstunde am 12. September

Unterleibskrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Von der bösartigen Erkrankung können die Gebärmutter, die Eileiter, die Eierstöcke und der Gebärmutterhals betroffen sein. Tumore der Vagina und der Vulva zählen ebenfalls dazu. Am häufigsten sind die Gebärmutter (Gebärmutterhals oder Gebärmutterkörper) und die Eierstöcke betroffen.

Die ersten Symptome einer Unterleibskrebserkrankung können lang andauernde Blutungen, untypischer/eitriger Ausfluss, Schmierblutungen oder wehen- und krampfartige Schmerzen im Unterleib sein. Bei Eierstockkrebs treten zunächst oft keine Symptome auf, dann kann es zu Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsveränderungen kommen. „All diese Symptome sind keine eindeutigen Zeichen einer Krebserkrankung, aber sollten immer ärztlich abgeklärt werden“, sagt Dr. med. Elzbieta Witt, Chefärztin der Gynäkologie im Prosper-Hospital. Sie leitet die Abteilung gemeinsam mit ihrer Chefarztkollegin Victoria Soos. Die Ärztinnen und ihr Team im Prosper-Hospital sind das einzige nach DIN-ISO zertifizierte Gynäkologische Krebszentrum im Kreis Recklinghausen und damit gute Ansprechpartner bei bösartigen Erkrankungen des Unterleibs.

Die Ursachen für eine Krebserkrankung im Unterleib werden noch erforscht, aber wie bei allen anderen bösartigen Erkrankungen kann die Lebensweise die Entstehung auch von Unterleibskrebs beeinflussen. Ein übermäßiger Konsum von Alkohol, das Rauchen oder starkes Übergewicht begünstigen die Erkrankung. „Speziell bei Unterleibskrebs spielen aber auch Faktoren eine Rolle, die selbst nicht beeinflussbar sind“, erklärt Victoria Soos. „Das sind zum Beispiel die Produktion des Hormons Östrogen, das Auftreten der Regelblutung in sehr jungen Jahren, das Eintreten der Menopause im höheren Alter, eine genetische Vorbelastung, hormonelle Dysregulation und Strahlenbelastung. Viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Verzicht auf Rauchen und Alkohol wirken sich dennoch positiv aus.“

Die Diagnose wird häufig durch Ultraschall- und Blutuntersuchungen, sowie Biopsien und weitere bildgebende Verfahren gestellt. Je nach Stadium des Tumors wird er in der Regel zunächst operativ entfernt. „Je nach Alter der Frau geht man organschonend vor. Wenn die Erkrankung aber bereits fortgeschritten ist, muss das Organ ganz entfernt werden. Wir im Prosper-Hospital operieren in jedem Fall mit modernsten Verfahren, zum Beispiel mit dem DaVinci-Roboter und dabei für die Patientin möglichst schonend“, so Witt. In manchen Fällen macht es Sinn, den Tumor vorher durch Bestrahlung oder Chemotherapie zu verkleinern, um die Heilungschancen zu verbessern. Victoria Soos ergänzt: „Liegt eine Krebserkrankung der Vulva oder der Vagina vor, ist es uns ein großes Anliegen, dass wir auch ästhetisch ein gutes Ergebnis für die Frau erzielen.“

Wie bei eigentlich allen Krebserkrankungen haben Vorsorgeuntersuchungen einen großen Einfluss auf die Prognose. Regelmäßige Untersuchungen können helfen, die bösartigen Stellen frühzeitig zu erkennen und zeitnah eine entsprechende Therapie einzuleiten. „Hierzu gibt es empfohlene Vorsorgepläne. Dennoch wird Ihr Gynäkologe bzw. Ihre Gynäkologin je nach Alter, Vorerkrankungen, Risikofaktoren und familiärer Vorbelastung die Abstände dieser Untersuchungen individuell mit Ihnen besprechen. Wir raten wirklich jeder Frau regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Wer Veränderungen an seinem Körper bemerkt, sollte außerdem nicht lange mit einem zusätzlichen Termin warten – vor allem Frauen, die über 50 sind. Früherkennung ist im Bereich der bösartigen Unterleibserkrankungen enorm wichtig“, sagt Chefärztin Elzbieta Witt.

Eine Telefonsprechstunde zum Thema findet am Donnerstag, 12.09.24 zwischen 11:00 und 13:00 Uhr statt. Die Experten sind über die Hotline 02365/107-1111 zu erreichen.

Infokasten Gynäkologisches Krebszentrum:

Die Frauenklinik im Prosper-Hospital ist nach DIN-ISO zum gynäkologischen Krebszentrum zertifiziert und arbeitet nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie (AGO) und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. In der wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz werden die Empfehlungen für die Therapie individuell durch Experten aller beteiligten Fachabteilungen wie Gynäkologen, Onkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen getroffen und gemeinsam mit den niedergelassenen, betreuenden Ärzten umgesetzt.

Hierdurch wird eine ganzheitliche und umfassende Betreuung der Patientinnen in allen Phasen der Erkrankung gewährleistet. Dank der engen Zusammenarbeit der Fachabteilungen des Prosper-Hospitals und der externen Kooperationspartner, können unnötige Wege und Wartezeiten erspart werden.

Kontakt:

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Chefsekretärin Tina Schmidt
Tel.: 02361/54-2450
Fax: 02361/54-2457
tina.schmidt@proselis.de