Das Prosper-Hospital trauert um Heinz Doerr

Mit großer Anteilnahme reagieren die Verantwortlichen des Prosper-Hospitals und seiner Gremien auf den Tod von Heinz Doerr.

Wie kaum eine andere Person hat er als Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer, anschließend als Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied der Stiftung Prosper-Hospital die Entwicklungen des Hauses in den letzten gut 50 Jahren mit geprägt. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes starb am 06. Januar 2024 im Kreise seiner Familie in Herten-Westerholt. Heinz Doerr wurde 98 Jahre alt. 

Geboren wurde Heinz Doerr 1925 in Gelsenkirchen-Buer. Nach Wehrdienst und langer Kriegsgefangenschaft lernte er zunächst Betriebsschlosser auf der Zeche Westerholt und besuchte neben dem Beruf das Abendgymnasium. Nach einem betriebswirtschaftlichen Studium in Köln kehrte er beruflich in den Bergbau zurück. Anfang 1968 wurde Heinz Doerr vom Vorstand der Stiftung Prosper-Hospital unter dem damaligen Vorsitzenden Dr. Heinz Capelle angeworben.

Von 1968 bis 1990 war der Diplom-Kaufmann zunächst Verwaltungsdirektor und dann Geschäftsführer des Prosper-Hospitals. Mit seiner klaren und vorausschauenden Art verantwortete er zentrale Projekte, die bis in die Gegenwart wirken: So gehören die Realisierung des Neubaus am heutigen Standort Mühlenstraße oder die Positionierung des Hauses als medizinischer Leuchtturm mit überregionaler Strahlkraft in entscheidenden Teilen zu seinen Verdiensten. Unter seiner Leitung wurden zum Beispiel die Koloproktologie, die Dialyse oder die Geriatrie eigenständige medizinische Fachabteilungen.  Ein Novum in der damaligen Zeit. Nach seinem hauptberuflichen Engagement brachte er von 1995 bis 2005 seine Erfahrungen und Kompetenzen in seine ehrenamtliche Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Stiftung Prosper-Hospital ein. Bis zu seinem Tode war er hier Ehrenmitglied. Heinz Doerr erhielt für seine Arbeit und sein Engagement 1988 das Bundesverdienstkreuz.

„Unvergessen wird seine verbindliche und von der Liebe zum Menschen geprägte Art sein. Wir trauern mit seiner Familie und seinen Freunden. Er wird uns stets in ehrenvoller Erinnerung bleiben“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Prosper-Hospital, Dr. Martin Rothfuchs. Tiefe Betroffenheit auch bei den Menschen im Prosper-Hospital, die mit ihm haupt- und ehrenamtlich arbeiten duften. „Wir verlieren nicht nur einen sehr langen Wegbegleiter, sondern auch einen geschätzten Ratgeber und Freund“, so Geschäftsführer Mathias Buckmann.