×

Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie

Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie  Annette  Hausmann

Annette Hausmann

Sekretariat Orthopädie / Unfallchirurgie

Telefon: 02366 15-3801

Fax: 02366 15-3899

annette.hausmann@proselis.de

Fersensporn

Autor: Daniel Staender

geschrieben am: 06.07.2020

plantarer Fersensporn

Man unterscheidet hierbei den sog. „plantaren“ Fersensporn vom „dorsalen“ Fersensporn, der auch Haglund-Exostose genannt wird. Der plantare Fersensporn geht häufig in eine Plantarfasziitis über, d.h. eine Reizung der Sehnen der Fußsohle. Hierbei beschreibt der Patient Schmerzen im Bereich der Fußsohle beim Tragen von Schuhen als auch beim Barfußlaufen. Besonders das Abrollen ist schmerzbedingt kaum mehr möglich. Ursache ist eine Überlastung und Reizung des Ansatzes der Fußsohlen-Sehnen. In der Folge kann dieser Ansatz verknöchern und wird dann als Sporn auf einem Röntgenbild sichtbar.

 

Haglund-Exostose

Die Haglund-Exostose äußert sich als Schmerz im hinteren Bereich der Ferse auf Höhe des Ansatzes der Achillessehne. Eine knöcherne Vorwölbung, die Druckschmerzen, Schwellung und Rötung besonders beim Tragen geschlossener Schuhe verursacht, prägen das klinische Bild. Hier ist meist der angeborene Knochenvorsprung die Ursache, welche durch das Tragen geschlossener Schuhe und Überlastung in der Erkrankung mündet.

Diagnostik

Durch die Untersuchung des Gangbildes und des Fußes lässt sich der Entstehungsort des Schmerzes gut eingrenzen. Eine Ultraschalluntersuchung zeigt den Grad der Sehnenreizung an, ein Röntgenbild lässt Verknöcherungen und die Sporngröße erkennen. Nur selten sind weitere diagnostische Maßnahmen nötig.

Therapie

Unabhängig von der Lokalisation des Fersenspornes sollte zunächst ein konservativer Therapieversuch erfolgen. Hierzu zählt die Entlastung der Sehnen bzw. der knöchernen Vorsprünge. Dies geschieht durch die Anpassung des Schuhwerkes, durch Polsterungen, Einlagen, Fersenkissen, Gewichtsreduktion und Schonung.

Als weitere Maßnahmen können Kälte- und Ultraschallanwendungen, Spritzen, Salbenverbände und Stoßwellenbehandlungen hilfreich sein.

Sollten diese Maßnahmen ohne Erfolg ausgeschöpft sein, kann die operative Therapie Linderung bringen. Beim plantaren Fersensporn wird die Entlastung der Sehnen über einen kleinen Schnitt durchgeführt; eine vollständige Entfernung des im Röntgenbild sichtbaren Spornes dient hierbei nicht der Ursachenbehebung und wird auch nicht angestrebt.

Im Gegensatz dazu ist bei der Haglund-Exostose das Abtragen des Spornes von entscheidender Bedeutung, um die Schmerzursache zu beseitigen. Beide Eingriffe können meist ohne Vollnarkose mit rückenmarksnaher Betäubung durchgeführt werden.

Nachbehandlung

Im Anschluß an beide Operationen kann je nach Größe des Eingriffes sofort schmerzadaptiert belastet werden. Nur in seltenen Fällen ist eine kurzfristige Entlastung an Unterarmgehstützen notwendig. Eine sportliche Belastung sollte individuell besprochen werden, kann jedoch meist langsam steigernd nach einigen Wochen wieder aufgenommen werden.

Unsere Experten

Knie & Fuß

Oberarzt  Daniel Staender
Oberarzt

Daniel Staender