×

Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie

Chefsekretärin    Barbara  Czypull

Barbara Czypull

Chefsekretärin

Telefon: 02361 54-2150

Fax:

barbara.czypull@proselis.de

Die Notfallambulanz ist 24 h besetzt!

Allgemeine Sprechzeiten

Mo. - Do.   8.00 - 16.00 Uhr
Fr. 8.00 - 14.00 Uhr
Praestationäre Vorbereitungen tgl 9:30-12:00

 

Spezielle Sprechstunden

Gefäßsprechstunde,
Thoraxchirurgische Sprechstunde
und übrige Viszeralchirurgie
    Dienstag und Donnerstag
13.00 - 15.00 Uhr
Privat-Sprechstunde Mittwoch
13-15:00
 und täglich nach Vereinbarung 
Indikationssprechstunde Montags und Mitwoch
12.00 Uhr - 15.00 Uhr
Wundsprechstunde täglich nach Vereinbarung
02361 54 2103

Schilddrüsen-Chirurgie

Autor: Priv.-Doz. Dr. med Jens Jakschik

geschrieben am: 12.1.2020

Der kalte Schilddrüsenknoten

Hinter szintigraphisch kalten Schilddrüsenknoten verbergen sich in 3-5 Prozent der Fälle Karzinome. Eine Abklärung ist unbedingt erforderlich. Klinisch machen sich kalte Knoten und Schilddrüsenkarzinome in der Regel wenig bemerkbar. Beschwerden wie Schluckbeschwerden, Heiserkeit und Stridor sind meist Zeichen eines fortgeschrittenen Tumorstadiums.

Finden sich kalte Knoten bei normalen Schilddrüsenwerten (TSH basal, freies T4, Kalzitonin), können sonographisch solide Knoten, die kleiner als 5mm sind in 12- bis 24-monatigen Abständen kontrolliert werden. Konoten zwischen 5mm und 10mm in 6-monatigen Abständen. Besteht jedoch ein Malignitätsverdacht, so ist die histologische Untersuchung unbedingt anzustreben, da nur so die Dignität (Gut- oder Bösartigkeit) beurteilt werden kann.

Unter den Schilddrüsenkarzinomen findet man 66% pappiläre, 27% follikuläre und 4% anaplastische Karzinome. Die sogenannte C-Zell-Karzinome sind sehr selten und liegen bei unter 3% aller Fälle. Die Thyreoidektomie (vollständige Entfernung der Schilddrüse) ist die Therapie der Wahl. Eine Ausnahme hiervon machen die sogenannten gekapselten Mikrokarzinome (T1-Stadium). Für den größten Teil der T1-Karzinome ist die Thyreoidektomie weiterhin der Regeleingriff.

Aufgrund der Weiterentwicklung von Präparation und Operationstechnik ist die Gefahr einer Stimmbandverletzung und vollständigen Entfernung der Nebenschilddrüsenkörperchen trotz der radikalen Operation eher gering, und stellt keine Kontraindikation zur Therapie einer bösartigen Erkrankung mit heilendem Ansatz dar. Da die differenzierten Schilddrüsenkarzinome ein TSH-abhängiges Wachstum besitzen, muß eine suppressive Thyroxin-Substitution im Allgemeinen lebenslang erfolgen. Die Obergrenze des TSH-Wertes sollte 0,01 im E/l nicht überschreiten. Für das medulläre Schilddrüsenkarzinom ist der Kalzitonin-Wert der entscheidende Verlaufsparameter.

Nachsorge

Trotz der allgemein guten Prognose der differenzierten Schilddrüsenkarzinome muss eine konsequente Nachsorge durchgeführt werden. Es gibt bei einem Teil der Patienten auch nach Jahrzehnten noch lokale Rezidive oder Metastasen. Die Konzeption der Nachsorge umfasst einmal die Jod-131-Szintigraphie und die Bestimmung des Thyreo-Globulins.

Der stationäre Aufenthalt beträgt heute in der Regel 5-7 Tage.

Kontakt

Chirurgie

Chefarzt der Chirurgie Priv.-Doz. Dr. med. Jens  Jakschik

Priv.-Doz. Dr. med. Jens Jakschik

Chefarzt der Chirurgie