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Fettleibigkeit, Fettsucht, Adipositas, Obesitas

Autor: Priv.-Doz. Dr. med Jens Jakschik

geschrieben am: 12.1.2020

Von Fettleibigkeit spricht man bei einem Übergewicht infolge einer Vermehrung des Fettgewebes. Die Fettsucht kann durch Störungen im Stoffwechsel, oder durch psychische Faktoren verursacht werden - häufig ist eine gestörte Wahrnehmung des Sättigungsgefühls. Eine genetische Disposition wird ebenfalls angenommen. Nur bei ganz wenigen Fällen finden sich organische Ursachen, wie z. B. eine Unterfunktion der Schilddrüse. 

Die Folgen der Fettsucht sind schwerwiegend. Es werden Gelenke überbelastet und frühzeitig verschlissen. Die Leistungsfähigkeit ist oft eingeschränkt durch zunehmende Atemnot. Darüber hinaus finden sich häufig Veränderungen des Blutdrucks im Sinne von Hochdruckerkrankungen sowie eine Diabetes-mellitus-Stoffwechsellage vom Typ II. Konsequente diätetische Maßnahmen sowie Steigerung des Kalorienverbrauches sind die Methoden, um der Fettleibigkeit begegnen zu können. 

Insbesondere findet sich häufig ein sogenannter Jojo-Effekt. Nachdem eine Diät beendet wurde, kommt es zu rascher Gewichtszunahme, oft noch über das Ausgangsgewicht hinaus. Haben konsequente diätetische Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg geführt, gibt es chirurgische Möglichkeiten, die Gewichtsreduktionsanstrengungen zu unterstützen. 

Hier ist in erster Linie die Anlage eines sogenannten Magenbandes zu nennen. 

Da das Sättigungsgefühl unmittelbar mit der Füllung des Magens zusammenhängt, kann durch einen „Trick“ dieses Gefühl überlistet werden, indem im oberen Magenanteil ein Silikonband implantiert wird, welches wie eine Taille im oberen Magenanteil am Mageneingang platziert wird. Kommt es nun zur Nahrungsaufnahme, füllt sich dieser obere Magenanteil rasch und führt zu einer Magenwandüberdehnung. Dieses vermittelt das Gefühl der Sättigung, dadurch kann der Abnahme-Effekt deutlich verstärkt werden. Gewichts-abnahmen von 30 bis 50 kg sind keine Seltenheit bei konsequenter Kostregulierung.

Dieses Magenband wird heute laparoskopisch eingesetzt, d.h. über insgesamt vier bis fünf 1-cm-lange Incisionen kann unter Kameraführung im Bauch dieses Band platziert werden. In der Regel wird ein justierbares Band implantiert, welches nach einiger Zeit durch ein Ballonsystem in seiner Weite reguliert werden kann. Kommt es im Laufe der Abnahme zu einem Sistieren des Gewichtsverlustes, kann durch Nachregulierung die Effektivität des Bandes gesteigert werden.

Die Kosten für eine Magenbandimplantation müssen heute von den Krankenkassen übernommen werden, so dass bei eindeutiger Indikation hier eine sehr effektive, wenig belastende Maßnahme zur Verfügung steht. Häufig sind nach der Gewichtsabnahme infolge des Elastizitätsverlustes der Haut plastische Operationen erforderlich, um die Körperkonturen wieder ansprechend zu formen.  

Kontakt

Chirurgie

Chefarzt der Chirurgie Priv.-Doz. Dr. med. Jens  Jakschik

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Chefarzt der Chirurgie