Palliativstation im Prosper-Hospital eröffnet

Im Prosper-Hospital wurde am Mittwoch (30. September) die neue Palliativstation eingeweiht.

Ab Oktober werden hier Patienten behandelt, die keine Aussicht mehr auf einen heilbaren Krankheitsverlauf haben.

Lange hat das Planungsteam der Palliativstation um Eva Schulte-Kump (medizinische Leitung), Martina Averdung (pflegerische Leitung) und Irmgard Honerbom (Projektleitung) auf diesen Tag hingearbeitet. Umso größer waren am Ende die Erleichterung und der Stolz aller Beteiligten, als Probst Josef Quante die neuen Räumlichkeiten einsegnete und damit die intensiven Planungs- und Konzeptphase offiziell zum Abschluss brachte. „Wir haben unglaublich viel Energie und Herzblut in die Umsetzung dieses Projekts investiert und bis zum letzten Tag dafür gearbeitet, dass wir heute hier auf dieser schönen Station stehen können. Auch viele unserer Patienten haben sich gefreut, weil viele mit einer unheilbaren Krankheit sich in der Vergangenheit oft gewünscht haben in dieser schweren Phase weiter bei uns zu bleiben. Das wir sie in Zukunft hier bei uns weiter versorgen können, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit“, sagte Irmgard Honerbom.

Insgesamt hat das Stiftungsklinikum 900.000 Euro in die Palliativstation investiert. Ein Meilenstein, den Geschäftsführer Matthias Buckmann gerne in einem größeren Rahmen gefeiert hätte. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fand die Einsegnung  aber nur im kleinen klinikinternen Rahmen statt. Die Palliativstation im Prosper-Hospital ist mit fünf Zimmern ausgestattet. Hier werden die Patientinnen und Patienten durch speziell ausgebildete Mitarbeiter betreut. Sowohl Palliativmediziner, Palliativpflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, aber auch Seelsorger und Vertreter verschiedener Weltanschauungen sowie Ehrenamtliche arbeiten hier in einem interdisziplinären Team zusammen. „Wir passen unsere Behandlung den Bedürfnissen unserer Patienten an. Ob das nun zum Beispiel Aromatherapien, Entspannungsbäder, psychologische oder schmerztherapeutische Maßnahmen sind – die Wünsche unserer Patienten und ihrer Angehörigen stehen in jedem Fall an erster Stelle“, sagt Eva Schulte-Kump.

Die Patientenzimmer sind als 1-Bett-Zimmer ausgelegt, in denen Angehörige jederzeit übernachten können. Die Wände mit grünem Farbverlauf, Holzbodenoptik, ein Wellnessbad und ein gemütliches Tagesraum-Bistro, vermitteln nicht den Eindruck, dass man sich auf einer Krankenhausstation befindet. „Uns war es wichtig den Patienten und ihren Angehörigen eine warme, lebensbejahende Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohl und geborgen fühlen“, erklärt Martina Averdung.

Ein Vorurteil mit dem das Team der Palliativstation in Zukunft aufräumen will, ist das viele Menschen eine Palliativstation noch mit einem Hospiz gleichsetzen. „Wir sind keine Sterbestation, weil wir Menschen nicht bis zum Tod begleiten. Es geht vielmehr darum, den Tagen mehr Leben zu geben. Wir versorgen Patienten mit begrenzter Lebenserwartung so, dass sich ihre Beschwerden wie Atemnot oder Schluckbeschwerden lindern und ihre Lebensqualität wiederhergestellt wird. “, sagt Eva Schulte-Kump. Ab dem 01. Oktober werden die ersten Patienten auf der Station palliativ versorgt.