Prostatakrebs kann sein, muss aber nicht - Telefonaktion am 7. Oktober

Telefonsprechstunde im Prosper-Hospital zum Thema Prostatakarzinom

Die nächtlichen Toilettengänge häufen sich, der Harnstrahl ist abgeschwächt und irgendwie hat man das Gefühl, dass die Blase nie ganz leer ist – Prostatabeschwerden werden häufig als „Männersache“ abgetan und sind trotz erhöhter medialer Aufmerksamkeit nach wie vor ein Tabu-Thema.

Häufig gehen diese Beschwerden auf eine gutartig vergrößerte Prostata zurück, es kann aber auch ein Prostatakarzinom die Ursache sein. Prostatakrebs (Prostatakarzinom, PCA) ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern, an der laut dem Robert-Koch-Institut jährlich knapp 49.000 erkranken. Mit einer Telefonaktion wollen Experten aus dem Prostatazentrum der Urologie des Prosper-Hospital vom Stiftungsklinikum PROSELIS die wichtigsten Fragen rund um das Thema „Prostatakarzinom“ klären und die Männerwelt zu einer regelmäßigen Vorsorge ermutigen.

Ungefähr jeder zweite Mann über 50 Jahren leidet an einer vergrößerten Prostata. Dabei wird die Harnröhre immer weiter zusammengedrückt und es kommt zu Problemen beim Wasserlassen, wobei der Urin nur noch tröpfchenweise abgelassen werden kann. Teilweise gehen die Beschwerden so weit, dass ein normales Wasserlassen gar nicht mehr möglich ist (sog. Harnverhalt), gefährliche Warnsignale. Die mögliche Folge: Eine dauerhafte Schädigung der Nieren. Ein Gang zum Arzt lässt sich spätestens in diesem Stadium nicht mehr vermeiden.

Der Gang zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung kann so eine unangenehme und vor allem gefährliche Entwicklung vermeiden und zwischen gutartiger Prostatavergrößerung und Prostatakrebs unterscheiden. Prostatakrebs kann bereits in einem sehr frühen Stadium erkannt werden, ohne dass diese für den Patienten spürbare Symptome verursachen. In diesem Stadium haben die Betroffenen sehr gute Heilungschancen. Daher ist es umso wichtiger für alle Männer ab dem 45. Lebensjahr zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Viele Männer haben beim Thema Krebs-Vorsorge nach wie vor große Hemmungen. In den Köpfen spukt die „große Hafenrundfahrt“ als unangenehme, medizinische Grenzerfahrung umher, die wie ein leidiger Zahnarztbesuch vor sich hergeschoben wird. Grundsätzlich sollte sich jeder Mann aber klarmachen, dass die Hürde im Kopf nie so groß sein darf, wie das Leid, das man sich durch den regelmäßigen Besuch zur Vorsorge erspart. Sie besteht aus einer Tastuntersuchung der Prostata, die rektal durchgeführt wird. Klar, unangenehm, aber auch schnell und schmerzfrei. Eine zusätzliche Vorsorgemaßnahme ist der PSA-Test. PSA ist ein Protein, das in der Prostata gebildet wird und im Blut nachgewiesen werden kann. Ein stark erhöhter Wert kann auf einen Prostatakrebs hindeuten. Er ist jedoch umstritten, da ein erhöhter PSA-Wert auch viele andere Ursachen haben kann. Zwar wird der Test nicht von den Krankenkassen übernommen, im Rahmen der Früherkennung von Prostatakrebs ist er dennoch ein wirksames Werkzeug.

Bei einer Prostatakrebsdiagnose muss die Behandlung je nach Fall individuell mit dem Arzt entschieden werden. Kleine Tumore können in der Regel mit einer Operation komplett entfernt werden. Zusätzliche Maßnahmen sind Bestrahlung oder eine Chemo- oder eine Hormontherapie. Viele Patienten machen sich bei einer Operation Sorgen über Folgeschäden, wie eingeschränkte Erektionsfähigkeit, oder Probleme beim Urinhalten. Im Prosper-Hospital sind diese Risiken extrem niedrig, da hier mithilfe von modernen Operationsverfahren wie dem Da Vinci-System punktgenau und gefäß- und nervenschonend gearbeitet wird.

Der wichtigste Faktor zur Vermeidung von schwerwiegenden Folgen einer Prostataerkrankung bleibt nach wie vor eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Aber auch im Fall einer Diagnose eines Prostatakarzinoms ist es wichtig, über die möglichen Behandlungsmethoden aufgeklärt zu sein.

Bei der Telefonaktion zum Thema Prostatakarzinom beantworten unsere Expertinnen und Experten Linda Stucht (Fachärztin für Urologie Prosper-Hospital), Mustafa Akköze (Ltd. Oberarzt Urologie Prosper-Hospital),  Dr. med. Petra Reimann (niedergelassene Fachärztin für Strahlentherapie/diagnostische Radiologie) und Dr. med. Jan Wieland (niedergelassener Facharzt für Urologie) alle Fragen zu unter anderem Vorsorgeuntersuchung, Behandlungsmethoden, Nachsorge, Risikofaktoren oder sonstigen Beschwerden mit der Prostata. Die Leitungen sind am 07. Oktober 2020 ab 15 Uhr für Sie freigeschaltet. Sie erreichen unsere Experten unter Tel. 02361-54-2950. Wir freuen uns über Ihre Anrufe.

 

Datum:
07. Oktober 2020

Zeit:
15 bis 16 Uhr

Telefon:
02361 54 2950

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