Stillhotline auch in Zeiten der Pandemie eine große Hilfe

Unkomplizierter Kontakt zu Hebammen

Stillende Mütter haben häufig viele Fragen – und die stellen sich in den meisten Fällen dann, wenn gerade kein Ansprechpartner vor Ort ist. „Oder natürlich auch immer dann, wenn es gerade Nacht ist oder das Wochenende angefangen hat“, sagt Marleen Leßmöllmann, stellv. leitende Hebamme im Prosper-Hospital Recklinghausen. „Wenn dann auch noch die nachsorgende Hebamme als Ansprechpartnerin fehlt, wissen viele Mütter nicht, was sie tun sollen. Denn so schwerwiegend, dass man in eine Notaufnahme gehen würde, sind die Probleme ja meistens nicht.“

Genau für diese Fälle haben Marleen Leßmöllmann und ihr Team im Prosper-Hospital schon vor vielen Jahren die so genannte 24-Stunden-Stillhotline eingerichtet. In Zeiten von Corona gewinnt sie noch einmal mehr an Bedeutung, da die unkomplizierte und kontaktfreie Hilfe den Müttern entgegen kommt. Egal ob es sich um einen anfänglichen Milchstau, eine Frage zur Ernährung der Mutter oder Probleme beim Trinkverhalten des Kindes handelt – zu jeder Tageszeit können Mütter die Rufnummer der Hotline wählen.

„Wir geben Tipps und Tricks, die helfen und eine Verschlimmerung verhindern können. Bei einem drohenden Milchstau können das zum Beispiel Quarkumschläge und das regelmäßige Anlegen des Kindes sein. Auch bereiten wir die Frauen darauf vor, dass sie zum Beispiel Schüttelfrost oder erhöhte Temperatur bekommen können und wann es Zeit ist, zum Arzt zu gehen.“ Denn eine ärztliche Abklärung bei schwerwiegenden Problemen kann durch die Hotline natürlich nicht ersetzt werden. Ansprechpartner ist immer eine der diensthabenden Hebammen, die sich dann, je nach aktuell anstehenden Geburten im Kreißsaal, Zeit für das Gespräch nehmen können. „Viele Frauen rufen an und sind einfach froh, dass ihnen jemand zuhört bzw. ihnen einen Tipp gibt.“

Anrufen kann jede Mutter, egal ob sie im Prosper-Hospital entbunden hat oder nicht. Die Hotline ist unter der Nummer 02361-54 3040 erreichen.

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