Neue Impulse für noch mehr gesunde Herzen

Priv. Doz. Dr. Oliver Klein-Wiele ist der neue Leitende Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin am St. Elisabeth-Hospital Herten und hat gleich eine neue Behandlungsmethode im Gepäck.

Das medizinische Spektrum durch technische Entwicklungen erweitern und dabei gleichzeitig die individuellen Krankheitsbilder der Patienten im Blick haben - für den seit Januar neuen Leitenden Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin am St. Elisabeth-Hospital Herten Priv. Doz. Dr. Oliver Klein-Wiele sind das die Säulen für eine moderne Kardiologie.

Mikro-Stoßwellen für starke Verkalkungen der Kranzgefäße

Es piept drei Mal leise, dann werden Mikro-Stoßwellen durch verengte Herzkranzgefäße geleitet, um diese von stark ausgeprägten Verkalkungen zu befreien. Eine neue Therapieform, die sogenannte „Shockwave-Therapie“, wird seit dem 05. Mai im Herzkatheterlabor im St. Elisabeth-Hospital Herten angewendet. „Das Verfahren unterscheidet sich kaum von einer normalen Herzkatheter-Untersuchung, aber mit dem Vorteil, Patient*Innen schonender behandeln zu können und so schwere Eingriffe wie etwa eine Bypass-Operation zu vermeiden“, erklärt Dr. Oliver Klein-Wiele.

Mit seiner speziellen Expertise in der Gefäßmedizin, insbesondere im Bereich Schaufensterkrankheit sowie Thrombosen, bringt er zahlreiche neue Impulse in die Fachabteilung der Kardiologie und Internistische Intensivmedizin. „Mein Team und ich freuen uns sehr über die Verstärkung von Dr. Klein-Wiele. Seine zusätzliche Spezialisierung versetzt uns in die Lage, in Zukunft unser Behandlungsspektrum für noch komplexere Eingriffe an den Herzkranzgefäßen bei uns im Herzkatheterlabor zu erweitern“, sagt Chefarzt Priv. Doz. Dr. Horst Neubauer.

Die Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten waren auch der ausschlaggebende Faktor für Dr. Oliver Klein-Wiele sich nach seinem Studium der Allgemeinen Humanmedizin an der Uni Münster als Kardiologe zu spezialisieren. Nach sieben Jahren auf der Allgemeinen Inneren Station in den Augusta Krankenanstalten in Bochum leitete er von 2008 bis 2020 am Grönemeyer-Institut die Kardiologie und war gleichzeitig Oberarzt in der Kardiologie im Katholischen Klinikum Essen. „Ich wollte immer in einer dynamischen Fachdisziplin mit vielen akuten Krankheitsbildern arbeiten. Es fasziniert mich, dass die Kardiologie so unmittelbar ist. Ein Patient kommt mit Beschwerden zu uns ins Krankenhaus und wir sind in der Lage ihm mit modernster Technik in kurzer Zeit zu helfen, damit es ihm schnell besser geht und das ist jedes Mal aufs Neue ein gutes Gefühl“, erklärt Dr. Klein-Wiele.

Individuelle Betreuung der Patienten besonders wichtig

Neben modernsten Behandlungsmethoden legt der Leiter des Herzkatheterlabors im St. Elisabeth-Hospital Herten ein ebenso großes Augenmerk auf die individuelle Betreuung der Patienten. Dabei kommt es ihm darauf an, nicht jeden Patienten mit hochkomplexen Therapien zu belasten, sondern diese im Einzelfall an dessen individuelle Belastbarkeit anzupassen. „Wir setzen auf schonende Verfahren, bei denen wir immer das Alter der Patienten berücksichtigen. „Auch wenn wir bei uns ein großes Spektrum an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung haben, ist es wichtig diese stets mit Bedacht einzusetzen. Der oder die zu behandelnde wird bei uns nicht als „Fall“ betrachtet. Wir sprechen mit den Menschen auf Augenhöhe, schauen auf die individuellen Krankheitsbilder und erklären jede Behandlung im Detail. „Haben Sie noch Fragen?“ ist für mich die wichtigste Frage einer guten kardiologischen Behandlung, denn die Patienten müssen verstehen, was wir machen“, erklärt Dr. Oliver Klein-Wiele.

Zu diesem individualisierten Vorgehen gehört auch eine reibungslose Weiterversorgung nach der Entlassung durch eine gute Kooperation mit den Hausärzten. „Wir wollen in Zukunft auf eine noch engere Vernetzung mit den Hausärzten setzen, denn sie sind die entscheidende Säule bei der Sicherstellung einer nachhaltig wirksamen Therapie“, so Dr. Klein-Wiele, der es als leidenschaftlicher Trompeter in einer Jazz-Big-Band auch abseits des Operationssaals gewohnt ist im Team zu funktionieren und im Jazz natürlich auch unmittelbar zu improvisieren und dabei die perfekte Harmonie zu finden - so wie auch täglich im Herzkatheterlabor.